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Harald Kühn
Jenny Naruhn und Dorothea Kleffner, von der Rugby-Union Marburg, dürfen ihre Rugbysachen packen und mit einer Deutschlandauswahl zu einem der größten internationalen Rugby-Turniere reisen, wo hochkarätige Gegner warten!
Unter dem Decknamen „Adler Sevens“ startet die Auswahl aus A- und B-Kader der Deutschen Rugby-Nationalmannschaft. Das machen viele Nationalmannschaften bei solchen Turnieren, um die Spielerinnen gegen Gegner auf Augenhöhe zu testen. Danach können B- und A-Kader neu definiert werden, um letztlich eine Mannschaft festzulegen, die sich auf die Europameisterschaft Ende Juni vorbereit. Las Vegas ist die erste Etappe in diesem Jahr. Weitere hochkarätige Turniere sind in Hong Kong und Dubai angesetzt. Ob das deutsche Team auch an diesen teilnehmen wird ist noch fraglich, denn die Spielerinnen müssen alle Kosten selber tragen. Las Vegas schlägt mit knapp 1.100,- € zu Buche. Für Kleffner und Naruhn zwar viel Geld, aber in ihren Augen nötig, um weiterhin der Europäischen Spitze anzugehören und den Weg zu den Olympischen Spielen 2016 zu ebnen. „In Deutschland gibt es für die Nationalmannschaft keine Gegner, wenn erstmal alle Nationalspielerinnen aus den Vereinen genommen wurden. Einzig eine männliche U16 wäre denkbar. Auch das gab es schon, allerdings sind 16jährige uns Frauen körperlich schon weit voraus. Sie sind schneller und stärker als wir. Also auch kein passender Gegner zur optimalen Vorbereitung.“ Meint Naruhn, die schon seit 2009 im A-Kader spielt.
Der Deutsche Rugby Verband (DRV) der in finanziellen Nöten steckt – kann den Damen also auch nicht finanziell unter die Arme greifen. Nur die Reise zur Europameisterschaft und ein paar Tage zur EM-Vorbereitung können finanziert werden. Auch Sponsoren sind in der Sportart , die weltweit nach Fußball auf Rang 2 rangiert, in Deutschland rar. Rugby ist leider bei uns immer noch eine Randsportart, der die nötige Präsenz in der Öffentlichkeit fehlt um für Sponsoren attraktiv zu sein. Vielleicht ändert sich dass bis zu den olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Dann ist nämlich Rugby nach 1924 wieder olympisch und wird auch in Deutschland eine breitere Masse erreichen. Für das deutsche Rugby und die beiden Marburgerinnen Kleffner und Naruhn gilt es schon jetzt die Weichen dafür zu stellen um in Brasilien als Olympiateilnehmer dabei zu sein.
Dorothea Kleffner wird das erste Mal mit der Deutschlandauswahl auf dem Platz stehen. Sie erregte Mitte letzten Jahres die Aufmerksamkeit von Nationaltrainerin Susanne Wiedemann. Leider zog sie sich kurze Zeit später eine langwierigere Verletzung zu. Nun kann sie aber wieder voll durchstarten und in Las Vegas zeigen, was sie kann. Eventuell stehen dann in einigen Monaten bei der Europameisterschaft in Amsterdam gleich zwei Marburgerinnen auf dem Feld. Trainerin Simone Naruhn ist stolz auf ihre Spielerinnen: „Wir freuen uns, dass das Marburger Rugby nun schon seit langem international vertreten ist und immer wieder Spielerinnen zu Sichtungslehrgängen eingeladen werden.“ Sie arbeitet schon lange eng mit Wiedemann zusammen und hat viel Zeit in eine Trainerausbildung investiert. „Die neu erlernten Konzepte zahlen sich aus. Wir sind auf dem richtigen Weg!“
Die Saison der Marburg Rugby Damen startet im März. Derzeit ist die Ausgangssituation hervorragend. Die Rugby Union Marburg führt derzeit die Tabelle der 7er Liga West an und ist immer noch ungeschlagen.
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Zwei Marburger Ruggerinnen im Deutschland-Kader für Las Vegas Sevens
Ballsport » Rugby: (Rugby Union Marburg e.V.)Artikel vom 26.01.2012
Harald KühnJenny Naruhn und Dorothea Kleffner, von der Rugby-Union Marburg, dürfen ihre Rugbysachen packen und mit einer Deutschlandauswahl zu einem der größten internationalen Rugby-Turniere reisen, wo hochkarätige Gegner warten!
Unter dem Decknamen „Adler Sevens“ startet die Auswahl aus A- und B-Kader der Deutschen Rugby-Nationalmannschaft. Das machen viele Nationalmannschaften bei solchen Turnieren, um die Spielerinnen gegen Gegner auf Augenhöhe zu testen. Danach können B- und A-Kader neu definiert werden, um letztlich eine Mannschaft festzulegen, die sich auf die Europameisterschaft Ende Juni vorbereit. Las Vegas ist die erste Etappe in diesem Jahr. Weitere hochkarätige Turniere sind in Hong Kong und Dubai angesetzt. Ob das deutsche Team auch an diesen teilnehmen wird ist noch fraglich, denn die Spielerinnen müssen alle Kosten selber tragen. Las Vegas schlägt mit knapp 1.100,- € zu Buche. Für Kleffner und Naruhn zwar viel Geld, aber in ihren Augen nötig, um weiterhin der Europäischen Spitze anzugehören und den Weg zu den Olympischen Spielen 2016 zu ebnen. „In Deutschland gibt es für die Nationalmannschaft keine Gegner, wenn erstmal alle Nationalspielerinnen aus den Vereinen genommen wurden. Einzig eine männliche U16 wäre denkbar. Auch das gab es schon, allerdings sind 16jährige uns Frauen körperlich schon weit voraus. Sie sind schneller und stärker als wir. Also auch kein passender Gegner zur optimalen Vorbereitung.“ Meint Naruhn, die schon seit 2009 im A-Kader spielt.
Der Deutsche Rugby Verband (DRV) der in finanziellen Nöten steckt – kann den Damen also auch nicht finanziell unter die Arme greifen. Nur die Reise zur Europameisterschaft und ein paar Tage zur EM-Vorbereitung können finanziert werden. Auch Sponsoren sind in der Sportart , die weltweit nach Fußball auf Rang 2 rangiert, in Deutschland rar. Rugby ist leider bei uns immer noch eine Randsportart, der die nötige Präsenz in der Öffentlichkeit fehlt um für Sponsoren attraktiv zu sein. Vielleicht ändert sich dass bis zu den olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Dann ist nämlich Rugby nach 1924 wieder olympisch und wird auch in Deutschland eine breitere Masse erreichen. Für das deutsche Rugby und die beiden Marburgerinnen Kleffner und Naruhn gilt es schon jetzt die Weichen dafür zu stellen um in Brasilien als Olympiateilnehmer dabei zu sein.
Dorothea Kleffner wird das erste Mal mit der Deutschlandauswahl auf dem Platz stehen. Sie erregte Mitte letzten Jahres die Aufmerksamkeit von Nationaltrainerin Susanne Wiedemann. Leider zog sie sich kurze Zeit später eine langwierigere Verletzung zu. Nun kann sie aber wieder voll durchstarten und in Las Vegas zeigen, was sie kann. Eventuell stehen dann in einigen Monaten bei der Europameisterschaft in Amsterdam gleich zwei Marburgerinnen auf dem Feld. Trainerin Simone Naruhn ist stolz auf ihre Spielerinnen: „Wir freuen uns, dass das Marburger Rugby nun schon seit langem international vertreten ist und immer wieder Spielerinnen zu Sichtungslehrgängen eingeladen werden.“ Sie arbeitet schon lange eng mit Wiedemann zusammen und hat viel Zeit in eine Trainerausbildung investiert. „Die neu erlernten Konzepte zahlen sich aus. Wir sind auf dem richtigen Weg!“
Die Saison der Marburg Rugby Damen startet im März. Derzeit ist die Ausgangssituation hervorragend. Die Rugby Union Marburg führt derzeit die Tabelle der 7er Liga West an und ist immer noch ungeschlagen.











